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Thermostat richtig einstellen: Diese Stufen sparen bares Geld

Wer die Heizkörper richtig regelt, senkt den Verbrauch oft sofort – ohne dass die Wohnung kalt wirkt.

Viele Haushalte drehen am Thermostat nach Gefühl: morgens kurz hoch, abends runter, zwischendurch wieder hoch, wenn es zieht. Genau dieses „Heiz-Pingpong“ kostet Geld – nicht, weil das Thermostat „falsch“ ist, sondern weil Stufen, Räume und Tagesabläufe oft nicht zusammenpassen. Wer das Thermostat richtig einstellen will, braucht keine Technikkenntnisse, sondern eine klare Logik: Welche Temperatur ist wirklich nötig, wann und in welchem Raum? Sobald das sitzt, wird aus jeder Stufe ein kleines Sparprogramm.

Warum die Thermostat-Stufen so viel ausmachen

Auf dem Thermostat stehen Zahlen statt Grad. Das führt zu typischen Fehlern: Stufe 5 wird als „schnell warm“ verstanden, Stufe 2 als „sparsam“, Stufe 0 als „aus“. In Wirklichkeit regelt das Thermostat nicht „mehr Heizung“, sondern eine Zieltemperatur im Raum. Ist der Raum kälter als das Ziel, öffnet das Ventil. Ist er warm genug, schließt es. Wer dauerhaft zu hoch stellt, riskiert Überheizen – und zahlt das jede Stunde.

Entscheidend ist: Die Stufe bestimmt die Raumtemperatur, nicht die Heizleistung. Stufe 5 heizt den Raum nicht „schneller“ als Stufe 3, wenn der Heizkörper ohnehin voll aufdreht, solange es kalt ist. Der Unterschied ist: Mit Stufe 5 lässt man das System weiterlaufen, obwohl die Wohlfühltemperatur längst erreicht wäre.

Thermostat richtig einstellen: Welche Stufe entspricht welcher Temperatur?

Als Faustregel stehen die Stufen bei vielen Thermostaten ungefähr für diese Temperaturen. Kleine Abweichungen sind normal – je nach Modell, Einbauort und Luftzug.

  • Stufe 1: ca. 12–14 °C
  • Stufe 2: ca. 16–17 °C
  • Stufe 3: ca. 20–21 °C
  • Stufe 4: ca. 23–24 °C
  • Stufe 5: ca. 26–28 °C

Diese Orientierung reicht, um im Alltag klare Entscheidungen zu treffen. Wer sich an „Stufe 3 im Wohnzimmer“ und „Stufe 2 im Schlafzimmer“ hält, hat schon mehr Kontrolle als die meisten Haushalte, die ständig zwischen 2 und 5 springen.

Die teuersten Alltagsfehler beim Heizen mit Thermostat

In vielen Wohnungen sind es nicht die Energiepreise allein, die die Heizkosten treiben, sondern Gewohnheiten. Besonders teuer sind wiederkehrende Situationen, die harmlos wirken.

Ein Klassiker: Das Wohnzimmer wird abends „gemütlich“ auf Stufe 4 gedreht, weil es sich kurz kühl anfühlt. Zwei Stunden später ist es zu warm, das Fenster wird gekippt, und das Thermostat heizt gegen die kalte Außenluft. Oder der Flur bleibt auf Stufe 3, „damit es nicht zieht“ – obwohl dort kaum jemand sitzt. Auch beliebt: Heizkörper werden verdeckt (Vorhänge, Sofa, Möbel). Dann misst das Thermostat nicht die echte Raumtemperatur, sondern die warme Luft am Heizkörper – und regelt unlogisch.

Das Ergebnis ist fast immer gleich: unnötige Heizstunden und unnötig hohe Temperaturen.

Welche Temperatur ist wirklich sinnvoll – Raum für Raum

Thermostat richtig einstellen bedeutet vor allem: Nicht jeder Raum braucht die gleiche Temperatur. Wer das sauber trennt, senkt den Verbrauch ohne Komfortverlust.

Wohnzimmer: angenehm, aber nicht tropisch

Im Wohnbereich reichen in den meisten Haushalten etwa 20–21 °C. Das ist häufig Stufe 3. Wer dauerhaft auf 22–23 °C heizt (Stufe 4), merkt den Unterschied im Geldbeutel oft stärker als im Wohlgefühl – vor allem, wenn man abends lange sitzt und die Heizung viele Stunden läuft.

Schlafzimmer: kühler schlafen, besser sparen

Viele Menschen schlafen besser bei 16–18 °C. Das entspricht häufig Stufe 2. Wer im Schlafzimmer auf Stufe 3 durchheizt, bezahlt eine Komforttemperatur, die nachts kaum jemand braucht.

Küche: oft reicht wenig

Beim Kochen entsteht Wärme, auch durch Geräte. In vielen Küchen genügt Stufe 1–2 oder sogar ganz aus, wenn man sich dort nur kurz aufhält. Wer die Küche dauerhaft wie ein Wohnzimmer beheizt, zahlt doppelt.

Bad: kurz warm statt den ganzen Tag

Das Bad ist der Raum, in dem man am ehesten „zu hoch“ dreht, weil man Wärme sofort spüren will. Hier gewinnt nicht die höchste Stufe, sondern Timing. Morgens und abends kurz auf eine höhere Stufe – dazwischen runter. So bleibt es komfortabel, ohne den ganzen Tag zu heizen.

Flur & Abstellräume: das Sparpotenzial wird oft verschenkt

Flure, Ankleiden, Abstellkammern und Gästezimmer laufen in vielen Wohnungen „einfach mit“. Genau dort steckt oft das leichteste Sparpotenzial: Stufe 1 oder maximal 2 genügt meist, manchmal reicht Frostschutz (Schneeflocke), wenn dort keine Leitungen gefährdet sind.

So sparst du konkret: 3 klare Stufen-Regeln für den Alltag

Wer Thermostat richtig einstellen will, braucht Regeln, die im Stress funktionieren. Diese drei Prinzipien reduzieren typische Fehler sofort:

  1. Wohnräume meist auf Stufe 3 als Standard setzen und nur bei Bedarf fein nachjustieren, statt ständig hoch und runter zu drehen.
  2. Nebenräume konsequent niedriger fahren (oft Stufe 1–2), damit Heizenergie dort nicht „verschwindet“, wo niemand sitzt.
  3. Bad und kurze Nutzungszeiten über Timing lösen, nicht über Dauerbetrieb auf Stufe 4–5.

Das klingt simpel, wirkt aber stark, weil es das Heizverhalten stabilisiert – und Stabilität spart.

Rechenbeispiele: Was bringt eine Stufe weniger wirklich?

Viele wollen es schwarz auf weiß: Lohnt sich das? Ja – vor allem, weil wenige Grad über viele Stunden wirken. Ein typisches Beispiel aus dem Alltag:

Angenommen, ein Haushalt heizt das Wohnzimmer über die Heizsaison täglich 6 Stunden. Statt Stufe 4 (ca. 23–24 °C) wird dauerhaft Stufe 3 (ca. 20–21 °C) gehalten. Das sind grob 2–3 °C weniger, dafür aber ohne Fenster-„Notlüftung“, weil es nicht überheizt. Je nach Wohnfläche und Heizsystem kann das über die Saison schnell einen mittleren bis hohen zweistelligen Betrag sparen – in vielen Fällen deutlich mehr, wenn zusätzlich Flure oder selten genutzte Räume mit abgesenkt werden.

Noch greifbarer wird es beim Bad: Wenn das Bad den ganzen Tag auf Stufe 3 läuft, obwohl es nur morgens und abends genutzt wird, bezahlt man viele unnötige Heizstunden. Wer stattdessen nur zu den Nutzungszeiten höher stellt und sonst auf Stufe 1–2 geht, reduziert genau die Stunden, die sonst still und teuer durchlaufen.

Das Wichtigste an diesen Beispielen: Die Ersparnis kommt nicht aus einem „Trick“, sondern aus weniger Heizzeit und weniger Übertemperatur. Beides entsteht direkt durch die richtige Stufe.

Thermostat richtig einstellen bei Abwesenheit: Tag, Wochenende, Urlaub

Viele Heizkosten entstehen, wenn niemand da ist oder niemand die Wärme braucht.

Tagsüber arbeiten: nicht auskühlen lassen, aber absenken

Wer morgens das Haus verlässt und erst abends zurückkommt, muss die Wohnung nicht auf Wohn-Temperatur halten. Eine moderate Absenkung verhindert Auskühlung und spart trotzdem. Praktisch heißt das: Wohnräume tagsüber eher Stufe 2 statt Stufe 3, Nebenräume Stufe 1. So braucht es abends keinen „Turbo“ auf 5, weil es nicht komplett ausgekühlt ist.

Wochenende zu Hause: nicht durchheizen aus Gewohnheit

Am Wochenende laufen viele Heizungen länger, weil mehr Zeit in der Wohnung verbracht wird. Genau dann lohnt es sich, die Stufe bewusst stabil zu halten, statt immer wieder hochzustellen. Besser: konstante Stufe 3 im Aufenthaltsraum, Türen zu kühleren Räumen geschlossen, kurz stoßlüften, danach wieder normal.

Urlaub: Frostschutz ja, Dauerwärme nein

Bei längerer Abwesenheit reicht oft Frostschutz oder Stufe 1 – abhängig davon, wie schnell die Wohnung auskühlt und ob Leitungen gefährdet sind. Komplett „aus“ ist in vielen Situationen keine gute Idee, aber „normal weiterheizen“ ist fast immer unnötig teuer.

Stoßlüften statt Kippfenster: damit das Thermostat nicht gegen die Kälte arbeitet

Ein Thermostat kann nur regeln, was es „fühlt“. Bei gekipptem Fenster zieht dauerhaft kalte Luft am Heizkörper vorbei. Das Ventil öffnet – und heizt gegen den Luftstrom. Das ist einer der teuersten Alltagsfehler, weil er über Stunden laufen kann, ohne dass es jemand bewusst merkt.

Besser ist Stoßlüften: kurz und intensiv, danach Fenster wieder zu. Die Wände bleiben warm, die Luft ist frisch, das Thermostat muss nicht dauerhaft nachheizen. Wer regelmäßig kippt, wird selbst mit „richtigen Stufen“ unnötig Geld verlieren.

Wenn es trotzdem nicht warm wird: Die häufigsten Ursachen (und was du tun kannst)

Manchmal steht das Thermostat auf Stufe 4 und trotzdem bleibt es kühl. Dann liegt es oft nicht an der Stufe, sondern an diesen Punkten:

Heizkörper wird nur oben warm

Das kann ein Hinweis auf Luft im Heizkörper sein. Dann zirkuliert das Wasser schlechter, die Wärme verteilt sich nicht, und man dreht immer höher – was nichts bringt, außer Kosten.

Thermostat verdeckt oder „eingeklemmt“

Vorhang davor, Sofa davor, lange Gardinen: Das Thermostat misst eine Luftblase direkt am Heizkörper, nicht den Raum. Die Regelung wird ungenau. Freie Luft um den Thermostat herum verbessert die Steuerung sofort.

Türen offen: Wärme wandert in kühle Räume

Offene Türen sind ein unsichtbarer Kostenfresser. Der warme Raum gibt Energie an den kühleren ab, das Thermostat heizt nach, und am Ende sind zwei Räume „halb warm“ statt ein Raum komfortabel.

Thermostat sitzt ungünstig

In Nischen oder hinter Möbeln kann das Thermostat falsche Werte erfassen. Dann helfen manchmal kleine Anpassungen: Vorhänge kürzen, Möbel abrücken, Luftstrom freimachen.

Mechanisch oder digital: Was ändert sich beim Einstellen?

Viele Haushalte haben klassische Drehthermostate, andere digitale oder smarte Modelle. Die Grundlogik ist identisch: Es geht um Zieltemperaturen und Nutzungszeiten.

Digitale oder smarte Thermostate machen zwei Dinge leichter: präzise Temperaturen und Zeitprogramme. Wer morgens immer zur gleichen Zeit aufsteht, kann das Bad automatisch vorwärmen lassen und danach absenken. Der Spareffekt kommt aber nicht aus „Smart“, sondern aus konsequentem Absenken, wenn Wärme nicht gebraucht wird. Auch mit einem einfachen Thermostat ist das möglich – nur eben manuell.

Ein kurzer Praxis-Check: So findest du deine perfekte Stufe in 10 Minuten

Thermostat richtig einstellen wirkt erst dann, wenn es zu deiner Wohnung passt. Mit diesem Ablauf bekommst du schnell Klarheit – ohne Messgeräte.

Gehe Raum für Raum durch und stelle eine sinnvolle Grundstufe ein. Warte dann mindestens 30–60 Minuten, ohne zwischendurch zu drehen. Fühlt es sich stabil angenehm an, bleibt die Stufe. Ist es zu kühl, gehe nur um eine halbe bis eine Stufe hoch. Ist es zu warm, gehe eine halbe bis eine Stufe runter. Wichtig: Nicht im Minutentakt korrigieren. Das Thermostat reagiert träge, weil der Raum träge reagiert.

Am Ende steht eine einfache Wohnung-Logik wie: Wohnzimmer Stufe 3, Schlafzimmer Stufe 2, Küche Stufe 1, Flur Stufe 1. Genau diese Konstanz bringt die Einsparung – weil Überheizen und Gegenheizen wegfallen.

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