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Gas sparen im Winter: 20 Heiztricks, die sofort Geld bringen

Gas ist teuer, und im Winter frisst Heizen den größten Teil der Nebenkosten – mit ein paar gezielten Handgriffen lassen sich aber oft sofort 10–30 % sparen, ohne dass die Wohnung zur Kühlkammer wird.

Wenn die Gasrechnung explodiert, liegt das selten an „zu wenig sparen“ – sondern an typischen Heizfehlern, die sich in fast jeder Wohnung einschleichen: falsche Thermostat-Einstellungen, zugestellte Heizkörper, kurze Stoßlüftung zur falschen Zeit, unnötig hohe Vorlauftemperaturen oder Räume, die dauerhaft mitgeheizt werden, obwohl sie kaum genutzt werden. Das Problem: Jeder einzelne Fehler wirkt klein. Zusammen sind es schnell 300 bis 900 Euro pro Winter, die einfach verpuffen.

Inhalt

Was „sofort Geld bringen“ beim Gas sparen wirklich heißt

Sofort sparen heißt: Maßnahmen, die ohne Handwerker, ohne Umbau und ohne Warten wirken – ab heute Abend. Die größten Hebel sitzen dabei nicht in „noch dickerer Kleidung“, sondern in smarter Temperaturführung, besserer Wärmeverteilung und weniger Verlusten durch Luftaustausch und Dauerbetrieb.

Ein realistisches Rechenbild für viele Haushalte: Wer im Jahr 18.000 kWh Gas fürs Heizen/Warmwasser verbraucht und im Schnitt 12 Cent pro kWh zahlt, landet allein fürs Gas bei rund 2.160 Euro. Wenn davon 15 % vermeidbar sind, sind das rund 324 Euro – jedes Jahr, ohne Komfortverlust, wenn die Tricks sauber umgesetzt werden.

Die größte Kostenfalle: Du heizt – aber die Wärme kommt nicht an

Viele drehen einfach höher, wenn es „nicht richtig warm“ wird. Genau das ist die teuerste Reaktion. Häufig ist nicht zu wenig Energie im System, sondern die Wärme wird schlecht verteilt oder direkt wieder verloren: verdeckte Heizkörper, falsche Lüftung, zu hohe Vorlauftemperatur, undichte Fenster, oder Thermostate, die durch Vorhänge und Möbel „angelogen“ werden.

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Wer Gas sparen will, muss nicht frieren. Wer Gas sparen will, muss verhindern, dass bezahlte Wärme unnötig verschwindet.

20 Heiztricks, mit denen du im Winter sofort Gas sparst

Trick 1: Raumtemperatur senken – aber gezielt, nicht überall

Schon kleine Temperaturkorrekturen wirken massiv. In vielen Haushalten laufen Wohnzimmer und Küche dauerhaft auf „Wohlfühl-Maximum“, obwohl oft ein Grad weniger kaum auffällt. Entscheidend ist: nicht blind absenken, sondern dort, wo es nicht stört.

Praktisch: Wohnzimmer tagsüber 20–21 °C statt 22–23 °C, Schlafzimmer 17–18 °C, Flur 16–17 °C. Allein diese Logik reduziert den Grundverbrauch, ohne dass du dich ständig „kalt“ fühlst.

Trick 2: Thermostat richtig lesen – 3 ist nicht „sparsam“

Viele Thermostate werden falsch genutzt. Stufe 3 bedeutet grob um 20 °C, Stufe 4 eher 24 °C. Wer „auf 5 aufdreht, damit es schneller warm wird“, zahlt doppelt: Es wird nicht schneller warm, aber es wird am Ende wärmer als geplant – und das kostet.

Wenn du nur einen Trick mitnimmst: Stelle bewusst ein Ziel ein und lasse das System arbeiten, statt ständig hoch/runter zu drehen.

Trick 3: Heizzeiten festlegen – Dauerheizen ist der Klassiker

Durchgängiges Heizen klingt bequem, ist aber oft die teuerste Variante. Wenn niemand zu Hause ist, braucht die Wohnung keine 21 °C. Der Punkt ist nicht „komplett aus“, sondern „sinnvoll runter“.

Beispiel für einen Alltag: 06:00–08:00 warm, 08:00–16:00 reduziert, 16:00–22:30 warm, nachts reduziert. Allein das verhindert, dass du stundenlang leere Räume auf Komforttemperatur hältst.

Trick 4: Nachts absenken – aber nicht auf „Eis“

Nachts reicht meist eine reduzierte Temperatur. Komplett auskühlen lassen kann dagegen teuer werden, weil morgens viel Energie nötig ist, um wieder auf Temperatur zu kommen – und weil kalte Wände schneller „ziehen“.

Ein guter Kompromiss sind oft 16–18 °C in Wohnräumen (je nach Gebäude). Das fühlt sich morgens nicht brutal an, spart aber über viele Stunden.

Trick 5: Türen zu – Heizzonen statt „alles offen“

Offene Türen sind eine stille Gasbremse: Du heizt das warme Zimmer, die Wärme wandert in Flur und Nebenräume, und das Thermostat merkt „kühler“ und legt nach. Das kostet.

Mach aus der Wohnung Heizzonen: Räume mit Nutzung warm, Übergangsbereiche moderat, selten genutzte Zimmer reduziert – Türen konsequent schließen.

Trick 6: Heizkörper frei räumen – Wärme muss in den Raum

Ein zugestellter Heizkörper ist wie ein Handtuch über einer Lampe: Es wird heiß, aber es kommt kaum etwas an. Große Sofas, Schränke, Vorhänge bis zum Boden oder Wäsche direkt davor blockieren die Konvektion.

Sofortmaßnahme: 20–30 cm Luft vor dem Heizkörper schaffen, Vorhänge so hängen, dass sie nicht davor „dichten“. Das bringt oft unmittelbar mehr Wärmegefühl – und du drehst automatisch weniger hoch.

Trick 7: Heizkörper entlüften – wenn’s gluckert, zahlst du drauf

Luft im Heizkörper reduziert die Wärmeabgabe. Ergebnis: Du stellst höher, weil es „nicht warm wird“, und die Anlage arbeitet ineffizient. Entlüften kostet wenige Minuten und kann den Unterschied zwischen „lau“ und „richtig warm“ machen.

Wenn nach dem Entlüften Druck im System fällt, muss ggf. Wasser nachgefüllt werden (je nach Heizungsart). Wer unsicher ist, lässt es vom Vermieter oder Fachbetrieb prüfen – aber das reine Entlüften ist oft schon der schnellste Gewinn.

Trick 8: Heizkörper richtig einstellen – alle auf 5 ist keine Strategie

Wenn alle Heizkörper hoch stehen, konkurrieren Räume gegeneinander: warme Luft wandert, Thermostate regeln wild nach, und du bekommst ungleichmäßige Temperaturen. Sinnvoll ist eine klare Rangfolge.

Wohnzimmer und Bad dürfen höher, Schlafzimmer niedriger, Flur moderat. Dadurch arbeitet das System stabiler – und Stabilität spart Gas.

Trick 9: Stoßlüften kurz und kräftig – nicht „Fenster auf Kipp“

Kippfenster über Stunden sind eine Kostenfalle: Die Luft wird ständig ausgetauscht, Wände kühlen aus, und die Heizung läuft gegen den Verlust an. Stoßlüften ist günstiger, weil der Luftaustausch schnell passiert, ohne die Bausubstanz stark abzukühlen.

Richtwert: 5–8 Minuten weit öffnen, danach wieder zu. Das wirkt sofort auf Verbrauch und Komfort, weil Räume schneller wieder warm werden.

Trick 10: Beim Lüften Thermostat runter – sonst heizt du nach draußen

Wenn während des Lüftens das Thermostat „Kälte“ erkennt, dreht es auf. Du zahlst Gas, um frische Winterluft zu erwärmen, die gleich wieder raus ist. Das ist einer der häufigsten Alltagsfehler.

Einfacher Ablauf: Thermostat kurz runter, Stoßlüften, Fenster zu, Thermostat zurück. Nach ein paar Tagen wird das zur Routine.

Trick 11: Luftfeuchtigkeit prüfen – zu feucht fühlt sich kälter an

Feuchte Luft verstärkt das Kältegefühl und erhöht das Risiko für Schimmel. Viele heizen dann stärker, statt die Feuchte in den Griff zu bekommen. Ein kleines Hygrometer zeigt sofort, ob das Problem „Wärme“ oder „Feuchtigkeit“ ist.

Ziel ist ein Bereich, in dem sich die Wohnung warm anfühlt, ohne „muffig“ zu sein. Wer richtig lüftet und nicht überfeuchtet, spart oft indirekt Gas, weil die Komforttemperatur sinkt.

Trick 12: Heizkörpernischen und Außenwand-Ecken checken

In vielen Wohnungen verschwindet Wärme in Nischen oder an kalten Außenwandbereichen, die nie richtig warm werden. Das führt dazu, dass du den ganzen Raum höher heizt, weil sich eine Ecke kalt anfühlt.

Sofortlösung im Alltag: Möbel nicht direkt an Außenwände pressen, Luft zirkulieren lassen, und die Wärme „in den Raum“ holen, statt sie in einer kalten Ecke zu verlieren.

Trick 13: Heizkörper-Reflexionsfolie – kleiner Aufwand, messbarer Effekt

Wenn ein Heizkörper an einer Außenwand sitzt, geht ein Teil der Wärme nach hinten weg. Eine Reflexionsfolie hinter dem Heizkörper kann die Abstrahlung in Richtung Wand reduzieren und mehr Wärme in den Raum lenken.

Das ist kein Wundermittel, aber ein typischer „kleiner Hebel“, der sich schnell lohnt – vor allem in Räumen, die du regelmäßig nutzt.

Trick 14: Dichtungen an Fenstern und Türen testen – der Papiertrick

Zugluft ist ein Geldfresser, weil die Heizung dauernd gegen kalte Luft arbeitet. Ein einfacher Test: Papier zwischen Fensterrahmen und Flügel klemmen, schließen, ziehen. Lässt es sich leicht herausziehen, kann die Dichtung schwach sein.

Manchmal hilft schon das Reinigen und Pflegen der Dichtung. In Mietwohnungen sind defekte Dichtungen oft Vermietersache – aber der Test zeigt sofort, wo das Gas „entweicht“.

Trick 15: Rollläden und Vorhänge richtig nutzen – abends Wärme halten

Nachts ist der Temperaturunterschied am größten. Wer abends Rollläden schließt, reduziert Wärmeverluste über Fensterflächen. Wichtig ist dabei: Heizkörper nicht mit schweren Vorhängen „einsperren“, sonst staut sich die Wärme hinter dem Stoff.

Alltagstaktik: Rollläden runter, aber Vorhang so, dass der Heizkörper frei bleibt. Das hält Wärme im Raum statt am Fenster.

Trick 16: Bad clever heizen – kurz hoch, dann wieder runter

Das Bad wird oft entweder zu kalt gelassen (dann dreht man später extrem hoch) oder dauerhaft warm gehalten (teuer). Clever ist ein klarer Zeitblock: morgens und abends warm, dazwischen reduziert.

So vermeidest du, dass du 24 Stunden am Tag einen der teuersten Räume auf Komfort hältst, obwohl du ihn nur kurz nutzt.

Trick 17: Warmwasser mitdenken – wer länger duscht, heizt mehr Gas weg

Auch beim „Gas sparen im Winter“ hängt vieles am Warmwasser. Ein Haushalt kann im Winter gleichzeitig Heiz- und Warmwasserverbrauch erhöhen. Wer bewusst kürzer duscht oder die Duschtemperatur leicht senkt, spart Gas ohne Wohnkomfort zu verlieren.

Rechenlogik: Schon wenige Minuten pro Person und Tag summieren sich über Monate zu spürbaren kWh – und damit zu echtem Geld.

Trick 18: Heizkurve/Vorlauftemperatur senken – wenn du eine eigene Heizung hast

In vielen Einfamilienhäusern oder Wohnungen mit eigener Therme läuft die Vorlauftemperatur unnötig hoch. Das fühlt sich zwar „kräftig“ an, ist aber oft ineffizient. Ein zu heißer Vorlauf erhöht Verluste und lässt die Anlage mehr takten.

Wer eine eigene Anlage bedient: in kleinen Schritten reduzieren und beobachten, ob alle Räume noch warm werden. Wenn ja, bleibt die Einstellung – das spart häufig sofort, weil das System ruhiger läuft.

Trick 19: Taktung vermeiden – konstante Einstellungen statt Thermostat-Hektik

Viele drehen alle paar Stunden hoch und runter, weil es „mal zu warm, mal zu kalt“ ist. Das sorgt dafür, dass die Anlage ständig nachregelt. Besser ist eine konstante Grundlogik: Tagesniveau, Absenkniveau, klare Zeiten.

Wenn du die Wohnung „stabil“ fährst, sinkt meist automatisch der Gasverbrauch, weil die Anlage effizienter arbeitet und du weniger überheizt.

Trick 20: Ein Raum ist kalt? Ursache suchen statt höher drehen

Wenn ein Zimmer dauerhaft kalt bleibt, liegt oft ein konkreter Fehler vor: Heizkörper blockiert, Thermostat defekt, Luft im System, falscher hydraulischer Abgleich (bei Haus), oder zu viel Lüftungsverlust. Höher drehen löst das Problem nicht – es kaschiert es teuer.

Der beste Spar-Reflex ist daher: erst prüfen, dann heizen. Sobald die Ursache behoben ist, sinkt die „notwendige“ Temperaturstellung meist von allein.

So rechnest du deine Ersparnis grob nach – ohne komplizierte Tools

Wenn du deinen Gasverbrauch kennst, kannst du den Effekt sofort grob überschlagen. Nimm deinen Jahresverbrauch (kWh) und deinen Arbeitspreis (Cent/kWh) und rechne in Euro. Dann setzt du konservativ 10–15 % als Ziel, wenn du mehrere der Tricks konsequent umsetzt.

Beispiel: 18.000 kWh × 0,12 € = 2.160 €. 10 % davon sind 216 € pro Jahr, 15 % sind 324 € pro Jahr. In einem schlecht optimierten Haushalt oder Altbau können die Einsparungen deutlich darüber liegen – vor allem, wenn bisher viel gekippt gelüftet wurde, Heizkörper zugestellt waren und Temperaturen durchgehend zu hoch liefen.

Häufige Winter-Situationen, in denen Gas unnötig verpufft

Viele Sparversuche scheitern nicht am Willen, sondern an Alltagsmustern: Morgens Fenster auf Kipp „für frische Luft“, dann wird im Bad „kurz auf 5“ gedreht, tagsüber läuft die Heizung durch, weil „man ja später wieder heimkommt“, und abends bleibt die Wohnzimmertür offen, damit „es überall angenehm ist“. Jede einzelne Gewohnheit kostet, ohne dass man es sofort merkt.

Wenn die 20 Tricks oben umgesetzt werden, entsteht ein neues Standardverhalten: klare Zeiten, sinnvolle Zonen, keine Wärmeblocker, Lüften ohne Heizverlust. Genau diese Kombination sorgt dafür, dass Gas sparen im Winter wirklich sofort Geld bringt – nicht als Theorie, sondern als spürbar niedrigere Abschläge und eine Rechnung, die nicht mehr weh tut.

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