Freitag, 5 Dezember 2025
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Telekom erhöht alte Festnetz-Tarife – jetzt Sonderkündigen

Alte Festnetz-Tarife ohne Internet werden deutlich teurer – wer jetzt reagiert, kann per Sonderkündigung wechseln und dauerhaft Geld sparen.

Viele Kundinnen und Kunden der Deutschen Telekom bekommen derzeit Post: Die Preise für klassische Festnetz-Tarife steigen – und zwar ausgerechnet bei langjährigen Bestandskunden, die oft seit Jahrzehnten denselben Anschluss nutzen. Ab Oktober 2025 werden reine Telefonanschlüsse ohne Internet im Schnitt um 2,50 bis 3 Euro pro Monat teurer.


Betroffen sind vor allem alte Sprachtarife wie Call Plus, Call Start, Call Time, Call Basic oder Call Comfort, die schon lange nicht mehr aktiv verkauft werden. Für viele Seniorinnen und Senioren oder Kundinnen und Kunden, die „nur telefonieren“ wollen, wird der liebgewonnene Anschluss damit spürbar teurer – ohne Mehrleistung, nur wegen steigender Betriebskosten und rückläufiger Kundenzahlen.

Wer ist von der Preiserhöhung bei Festnetz-Tarifen betroffen?

Die Preiserhöhung gilt insbesondere für klassische Festnetz-Tarife ohne Internet, die über ältere Technik realisiert werden und offiziell „vertriebseingestellt“ sind. Die Telekom hebt hier zum 1. Oktober 2025 die Grundgebühr an – bei vielen Verträgen pauschal um bis zu 3 Euro pro Monat.

Das klingt zunächst nicht dramatisch, summiert sich aber: Aus 3 Euro monatlich werden schnell 36 Euro pro Jahr, bei Ehepaaren oder Haushalten mit mehreren Anschlüssen noch mehr. Hinzu kommt, dass alte Tarife oft ohnehin deutlich teurer sind als moderne Angebote, weil sie nicht mehr aktiv beworben werden und selten noch Rabatte enthalten.

Typische Mehrkosten im Jahr

Wenn du seit Jahren einen alten Festnetz-Tarif hast, zahlst du nach der Erhöhung häufig 30 bis 35 Euro monatlich – für einen reinen Telefonanschluss. Im Vergleich dazu liegen alternative Angebote teils deutlich darunter, etwa bei 10 bis 20 Euro. Über ein Jahr gerechnet kann der Unterschied bis zu 200–300 Euro betragen, wenn du den Anbieter wechselst oder auf Mobilfunk umrüstest.

Warum die Preiserhöhung ein Signal zum Sparen ist

Preiserhöhungen bei Bestandskunden sind im Festnetz-Bereich zwar nicht alltäglich, aber immer ein Warnsignal: Wenn dein Anbieter einseitig die Preise anhebt, lohnt sich praktisch immer ein kritischer Blick auf den Vertrag. Genau hier kommt dein Sonderkündigungsrecht ins Spiel. Grundsätzlich gilt in Deutschland: Hebt ein Anbieter die Preise ohne echte Mehrleistung an, steht dir meist ein außerordentliches Kündigungsrecht zu.

Das bedeutet: Du musst die Erhöhung nicht einfach hinnehmen. Statt stillschweigend mehr zu zahlen, kannst du den Zeitpunkt nutzen, um in einen günstigeren Festnetz-Tarif zu wechseln, deinen Anschluss mit einem Internet-Tarif zu kombinieren oder ganz auf eine preiswerte Mobilfunk-Flatrate umzusteigen. Gerade wer seinen Festnetz-Anschluss nur noch selten nutzt, spart so oft deutlich.

So prüfst du, ob du betroffen bist

Ob dein Tarif teurer wird, erkennst du an zwei Stellen: im Informationsschreiben der Telekom und auf deiner nächsten Rechnung. Im Schreiben muss die Preiserhöhung klar benannt sein – inklusive Datum, ab wann die neuen Preise gelten. Zusätzlich findest du in der Rechnung den alten und den neuen Preis. Wichtig: Hebe das Schreiben gut auf, denn es ist die Grundlage für dein Sonderkündigungsrecht.

Sonderkündigungsrecht: So kommst du aus dem teuren Festnetz-Vertrag

Wenn dein Anbieter die Preise erhöht, steht dir für gewöhnlich ein Sonderkündigungsrecht zu. Entscheidend ist der Zeitpunkt: Ab Zugang des Informationsschreibens hast du in der Regel einen Monat Zeit, der Erhöhung zu widersprechen und außerordentlich zu kündigen. Die Kündigung wirkt dann meist zum Zeitpunkt, an dem die Preiserhöhung greift – du zahlst also nicht die höheren Beträge.

So gehst du idealerweise vor:

  • Informationsschreiben und letzte Rechnung bereitlegen (Tarifname, Kundennummer, altes und neues Entgelt notieren)
  • Schriftliche Sonderkündigung formulieren (per Brief, Fax oder – wenn möglich – über das Kundenportal) mit Verweis auf die Preis­erhöhung
  • Frist im Kalender markieren und Eingangsbestätigung kontrollieren; erst bei gesicherter Anschluss-Alternative eine Rufnummernmitnahme beauftragen

Wichtig: Lass dich nicht unter Druck setzen, direkt in einen neuen, möglicherweise teuren Telekom-Tarif zu wechseln. Nutze dein Sonderkündigungsrecht selbstbewusst und vergleiche in Ruhe.

Was tun, wenn das Sonderkündigungsrecht abläuft?

Verpasst du die Frist, gilt die Preiserhöhung in der Regel als akzeptiert. Dennoch musst du nicht für immer im Tarif bleiben: Nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit kannst du mit einmonatiger Frist kündigen. Auch dann lohnt sich ein Anbieterwechsel – nur eben etwas später. Prüfe deshalb im Kundenportal oder in deinen Unterlagen, wie lange dein Vertrag noch läuft.

Günstige Alternativen: So senkst du deine Telefonkosten nachhaltig

Die Preiserhöhung ist ein guter Anlass, deine gesamte Kommunikationsstrategie zu überdenken. Viele Haushalte halten noch am klassischen Festnetz fest, obwohl sie längst ein Smartphone mit Allnet-Flat und einen Internetanschluss besitzen – und damit doppelt zahlen.

Diese Alternativen solltest du dir anschauen:

  • Kombi-Tarife mit Internet + Telefon (z. B. IP-Festnetz über DSL/Glasfaser), die oft weniger kosten als ein alter Einzelanschluss
  • Mobilfunk-Verträge mit Allnet-Flat, bei denen du deine Festnetznummer teilweise auf die SIM oder eine App umleiten kannst
  • Spezielle Senioren- oder Komforttarife anderer Anbieter, die auf einfache Bedienung und günstige Grundgebühren zugeschnitten sind

Je nach Nutzungsverhalten kannst du so schnell 10 bis 20 Euro pro Monat sparen – also 120 bis 240 Euro im Jahr. Wer bisher zwei parallele Verträge (Festnetz + Handy) hatte, spart oft noch mehr, wenn er auf ein gut gewähltes Paket setzt.

Typische Fehler, die du vermeiden solltest

Viele Kundinnen und Kunden lassen sich am Telefon zu einem „Upgrade“ überreden, ohne Preise zu vergleichen. Achte darauf, nicht vorschnell einem neuen Vertrag zuzustimmen, der zwar moderne Technik, aber auch lange Laufzeit und hohe Grundgebühr mitbringt. Prüfe immer zuerst unabhängige Vergleichsrechner, frage bei der Verbraucherzentrale nach und lass dir Angebote schriftlich geben, bevor du zusagst.

Fazit: Preiserhöhung nicht hinnehmen – Festnetz-Tarife aktiv prüfen

Die Telekom-Preiserhöhung bei alten Festnetz-Tarifen trifft besonders treue Bestandskunden, die oft seit Jahrzehnten denselben Anschluss nutzen. Doch gerade diese Kundinnen und Kunden haben jetzt die Chance, ihre Telefonkosten dauerhaft zu senken: Nutze dein Sonderkündigungsrecht, vergleiche Alternativen und entscheide dann bewusst, ob du beim klassischen Festnetz bleiben oder auf modernere – und günstigere – Lösungen umsteigen möchtest.


Wer jetzt reagiert, statt die Preiserhöhung einfach zu schlucken, kann jährlich dreistellige Beträge sparen – Geld, das du in Zeiten hoher Lebenshaltungskosten sicher besser gebrauchen kannst, als es in einen veralteten Festnetz-Tarif zu stecken.

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